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Das Geschäft mit dem Hunger - Warum Europa die Spekulationen auf Rohstoffe verhindern muss

[08-11-2011]
AK EUROPA, das Brüsseler Büro der Bundesarbeitskammer Österreich, und das ÖGB Europabüro, das Brüsseler Büro des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, laden zu folgender Diskussionsveranstaltung ein:

Das Geschäft mit dem Hunger

Warum Europa die Spekulationen auf Rohstoffe verhindern muss



Dienstag, 8. November 2011, 18:30h

Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU
Rue Montoyer 47, 1000 Brüssel


Seit geraumer Zeit haben die Finanzmärkte und ihre Akteure das Geschäft mit Rohstoffen, insbesondere Agrarrohstoffen, entdeckt. Durch die in den 90er Jahren vollzogene massive Deregulierung der Finanzmärkte wurden Spekulationen, wie jene die zur Finanzmarktkrise 2008 geführt haben, überhaupt erst möglich und treffen zunehmend nicht mehr nur Aktien und Anleihen, sondern dehnen sich zunehmend auch auf Nahrungsmittel und andere Rohstoffe aus. Das Phänomen wird als „Finanziarisierung“ bezeichnet; die Realwirtschaft wird zum Spielball der Finanzwirtschaft. Dieses Spiel einiger weniger hat massive Auswirkungen auf Viele: Die Preise von Lebensmitteln, aber auch von Sprit und Energie, werden immer volatiler und steigen zum Teil in astronomische Höhen. In der sogenannten 3.Welt führt dies zu Hunger, mitunter auch zu Revolten. Aber auch in Europa und den USA sind die enormen Preisschwankungen spürbar.

Die G20 haben sich genauso wie die EU - konkret der für den Binnenmarkt zuständige Kommissar Michel Barnier – für mehr Transparenz und Stabilität bei den Rohstoffpreisen und für mehr Regulierung in diesem Bereich ausgesprochen. Eine dieser regulatorischen Änderungen soll noch in Kürze als Kommissionsvorschlag präsentiert werden: Die MIFID Richtlinie (Markets in Financial Instruments Directive). Reicht das, was hier angedacht ist, um dem Phänomen der Rohstoffspekulationen Herr zu werden?

Es diskutieren:


Heiner Flassbeck, Direktor und Chefökonom der UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) wird – zum ersten Mal in Brüssel – die Ergebnisse einer jüngst im Auftrag der Österreichischen Arbeiterkammer erstellten Studie zur Preisvolatilität auf den Rohstoffmärkten präsentieren

Robert Goebbels MdEP, Schattenberichterstatter MIFID, (S&D)

Jasper Jorritsma, Europäische Kommission, Generaldirektion Binnenmarkt

Sven Giegold,
Mitglied des Europäischen Parlaments (Die Grünen)

Silvia Angelo, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien

Jonathan Whitehead, Société Générale Corporate & Investment Banking (tbc)


Moderation: Detlef Fechtner, Brüssel Korrespondent der Börsenzeitung


Die Podiumsdiskussion wird in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung abgehalten.

Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung laden wir zu einem Buffet.

Bitte melden Sie sich bis spätestens 7. November 2011 über folgenden Link an:

Anmeldung

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Foto: chris-up/ Quelle:
fermer
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